39. SSW (39. Schwangerschaftswoche)

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Die 39. Schwangerschaftswoche (SSW) gehört zum 10. und letzten Schwangerschaftsmonat. Zu diesem Zeitpunkt kommt das Kind möglicherweise bereits auf die Welt. Es ist dann – wenn es vollständig entwickelt ist – in der Regel zwischen 3.000 und 3.500 Gramm schwer und ca. 50 cm groß. Für die Mutter bedeutet die 39. SSW deshalb oft viel Stress: Die Geburt steht kurz bevor, die letzten Vorbereitungen für die Ankunft des Babys müssen getroffen werden, das Gewicht des Bauches hat beinahe sein Maximum erreicht und der Muttermund beginnt, sich zu öffnen.

Die Mutter in der 39. SSW – Schwangerschaftswoche

Die 39. SSW ist für viele Frauen von körperlichem und psychischem Stress gekennzeichnet, der sich jedoch mit Vorfreude auf das Baby vermischt. Eltern, die sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf einen Namen für das Kind einigen konnten, bleibt nur noch wenig Zeit. Die letzten Besorgungen für das Kinderzimmer sind im Idealfall bereits vor der 39. SSW erledigt. Auch die Hormone richten sich auf die Ankunft des Babys aus, was bei vielen Frauen zum Nestbautrieb führt. Schwere Belastungen sollte die Mutter allerdings nach wie vor vermeiden. Im Zweifelsfall lässt sich die Baby-Ausstattung auch nach der Geburt noch ergänzen.

In der 39. SSW können Vorwehen auftreten, bei denen sich häufig der Bauch verhärtet und Schmerzen auftreten. Auch das Vorhandensein nur eines dieser Anzeichen stellt ein wichtiges Signal dar. In den eigenen Körper hineinzuhorchen ist für die Mutter in dieser Phase besonders wichtig. Neben den Vorwehen sind auch sogenannte Eröffnungswehen möglich. In einem Intervall von 5-7 Minuten erscheinen sie typischerweise für jeweils 20-60 Sekunden.

Der Körper bereitet sich auf die Geburt vor: Der Muttermund beginnt, sich zu öffnen. Dadurch kann es zu Ausfluss kommen, der sich durch eine relativ feste Konsistenz auszeichnet und ein wenig Blut enthalten kann.

 Das Fötus in der 39. SSW – Schwangerschaftswoche

Noch immer ist das Kind der Käseschmiere umgeben. Sie nimmt in der 39. SSW jedoch etwas ab. Ebenso verhält es sich mit der Lanugo-Behaarung. Die flauschige Schicht kann sich bereits zurückentwickelt haben – doch manche Babys kommen mit mehr Lanugo auf die Welt als andere. Vor allem an Rücken und Gesicht sind die Haare oft noch spürbar.

Nur in sehr seltenen Fällen entwickeln sich bereits jetzt die Zähne; völlig unmöglich ist es jedoch nicht. Im Normalfall dreht sich das Baby vor der Geburt, sodass sein Kopf nach unten in Richtung Geburtskanal deutet. Darüber hinaus zieht das Gewicht des Kindes und des Fruchtwassers den Bauch nach unten.

Tipps und Termine für die 39. SSW – Schwangerschaftswoche

So kurz vor der Geburt können verschiedene Flüssigkeiten aus der Scheide austreten – zum Beispiel der Schleimpfropf, der sich löst und als fester Ausfluss auftritt. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, starke Binden nicht nur in der eigenen Wohnung zu haben, sondern auch unterwegs einzustecken.

Für den bevorstehenden Blasensprung sollte spätestens in der 39. SSW ebenfalls alles bereit sein. Dazu gehört auch ein Plan, wie der Vater erreichbar ist und die Mutter ins Kranken- oder Geburtshaus kommt – denn der Blasensprung ist auch ohne Wehen ein wichtiges Anzeichen dafür, dass die Geburt beginnt. Deshalb hilft es zum Beispiel, rechtzeitig Geld für ein Taxi bereit zu legen.

Die Unterstützung von Familie und Freuden ist in dieser Zeit sehr wertvoll, um Stress zu vermeiden. Da jede Schwangerschaft und jede Geburt ein wenig anders verlaufen kann, sind individuelle Absprachen und Beurteilungen von Hebamme oder Frauenärztin jedoch unabdingbar.

Foto: freestocks.org unsplash.com (CC0 1.0)

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