Wie andere christliche Feste unterliegen auch Kommunion und Konfirmation im Laufe der Zeit einem gewissen Bedeutungswandel. Dennoch stellen sie nach wie vor wichtige Anlässe dar, die mit der gesamten Familie gefeiert werden.
Unterschiedliche Verbreitung

Konfirmation und Kommunion in der modernen Gesellschaft

Kommunion und Konfirmation stehen heute zumindest in kleineren Städten und im ländlichen Bereich in den westdeutschen Bundesländern hoch im Kurs. Im urbanen Milieu und in Ostdeutschland entscheiden sich dagegen weniger Mädchen und Jungen für die Kommunion oder Konfirmation. In den neuen Bundesländern erfreut sich darüber hinaus die Jugendweihe als Alternative einer großen Beliebtheit. Früher war es üblich, Konfirmation und Kommunion am Weißen Sonntag, dem ersten Sonntag nach Ostern zu feiern. Heute finden diese Feste auch an anderen Sonntagen zwischen Ostern und Pfingsten statt.

Über Jahrhunderte fielen Schulabschluss und Konfirmation zusammen, sodass die kirchliche Feier auch den Eintritt ins Erwachsenenleben kennzeichnete. Heute besuchen Konfirmanden in der Regel noch einige Jahre nach dem großen Fest die Schule und absolvieren danach eine mehrjährige Ausbildung. Dementsprechend markiert die Konfirmation nicht mehr den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt. Die Kommunion findet in der Regel in einem wesentlich früheren Lebensalter statt, wenn die Kinder die dritte Klasse besuchen.

Die Aufnahme in die Gemeinde

Durch die katholische Kommunion, in Verbindung mit der später stattfindenden Firmung, und die evangelische Konfirmation werden Mädchen und Jungen zu vollwertigen Gemeindemitgliedern. Die Kirchenfeiern stellen gleichzeitig eine Wiederholung des Bekenntnisses zum christlichen Glauben dar, wie es bereits in der Taufe erfolgt ist. Veranlassen die Eltern das Taufen des Säuglings beziehungsweise Kleinkinds, entscheidet sich der Heranwachsende bei der Kommunion oder Konfirmation selbst, aus freien Stücken für die Zugehörigkeit zur Kirche.

Diese ursprüngliche Bedeutung von Kommunion und Konfirmation blieb über die Jahrhunderte unverändert und spielt heute noch die wichtigste Rolle bei diesen Festen.

Die Bedeutung der Konfirmation für junge Leute

Selbstverständlich motiviert der Glaube viele Mädchen und Jungen, sich konfirmieren zu lassen. Auch das Gemeinschaftserlebnis in der Konfirmandenzeit macht den meisten Heranwachsenden Freude. Jugendlichen bietet die Konfirmation auch die Gelegenheit, sich große Geld- und andere Geschenke machen zu lassen. Teure Unterhaltungselektronik sowie Fahrräder und Mopeds gelten dabei längst als Standard-Geschenke.

Außerdem sind Geldpräsente, deren Summe sich auf mehrere hundert, wenn nicht tausend Euro beläuft, üblich. In jedem Fall sollten Eltern und Kinder sich für die großzügigen Geschenke zur Konfirmation beziehungsweise Kommunion in angemessener Form bedanken. Für diesen Zweck eignet sich eine Danksagungskarte zur Konfirmation oder eine Danksagungskarte zur Kommunion, wie sie bei wunderkarten.de online individuell gestaltet und bestellt werden können, optimal.

Konfirmation und Kommunion als großes Familienfest

Im 20. Jahrhundert entwickelten sich diese kirchlichen Feiern zu Festen, die mit großem Aufwand mit vielen Verwandten und Freunden gefeiert werden. Großeltern, Onkel und Tanten sowie die Paten werden selbstverständlich dazu eingeladen. Anders als in früheren Jahrhunderten steht bei der Konfirmation eher das gesellige Beisammensein als der kirchliche Bezug im Mittelpunkt. Meist tragen Mädchen und Jungen zu diesem Anlass erstmals feine Kleidung, festliche Kleider und Anzüge sind Pflicht. Außerdem wird von ihnen erwartet, sich zu benehmen. So werden Kommunion und Konfirmation zu Anlässen, das Auftreten in formellem Rahmen zu erproben.

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