Das Familienbett erfreut sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit. Das Bedsharing oder Co-Sleeping, wie das gemeinsame Schlafen auch bezeichnet wird, war einst aus evolutionstechnischer Sicht notwendig, um das Überleben des Nachwuchses zu sichern. Auch in anderen Kulturen ist es noch üblich, dass die Kinder mit den Eltern in einem Bett schlafen. Dennoch stellen sich viele frischgebackene Eltern die Frage, ob ein Familienbett gut für das Kind ist oder ob es diesem doch eher schadet. Hier erfahren Sie, welche Gründe für das Familienbett sprechen und welche Aspekte hingegen kritisch betrachtet werden sollten.

Die Nähe zu den Eltern – auch in der Nacht sinnvoll?

Viele Eltern handeln intuitiv und nehmen das Baby vom ersten Tag an mit ins Bett. Das gemeinsame Schlafen wirkt sich nicht nur auf die Eltern-Kind-Bindung aus, sondern trägt auch dazu bei, dass die Nächte wesentlich entspannter ablaufen. Die Nähe zu den Eltern ist ein wichtiger Bestandteil für einen ruhigen Schlaf. Spüren die Kinder in der Nacht die Nähe zu ihren Bezugspersonen, fühlen sie sich geborgen und schlafen ruhiger. Dabei muss nicht einmal Körperkontakt bestehen. Schon die Atemgeräusche der Eltern und der Duft der Mutter reichen aus, um Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln.

Das Familienbett ist eine gute Möglichkeit, um die Nähe in der Nacht zwischen Kind und Eltern herzustellen. Da ein Familienbett in der Regel wesentlich größer ist als ein herkömmliches Doppelbett, können auch die Eltern komfortabel schlafen, ohne sich platztechnisch einschränken zu müssen.

  • Die Entscheidung für ein Familienbett bedeutet nicht, dass Sie über Jahre hinweg gemeinsam mit Ihrem Nachwuchs in einem Bett schlafen müssen. Viele Eltern nutzen diese Möglichkeit lediglich für die Anfangszeit und gewöhnen das Kind nach und nach daran, alleine zu schlafen. Das Familienbett bietet jedoch die Möglichkeit, dass auch ältere Kinder das elterliche Bett aufsuchen können, wenn sie einmal schlecht geträumt haben oder sich alleine fühlen.

Entspannte Nächte im Familienbett

Die Nähe in der Nacht bietet noch einen weiteren Vorteil – vor allem in der Stillzeit. Schläft das Baby im elterlichen Bett, dann muss die Mutter nicht aufstehen, um das Kind zu stillen, sondern kann sich direkt um die Bedürfnisse des Nachwuchses kümmern. Nach dem Stillen können Mutter und Kind außerdem schneller wieder einschlafen. Dadurch verlaufen die Nächte wesentlich entspannter und das Schlafdefizit der Eltern ist geringer. Aber auch die Schlafqualität wird davon positiv beeinflusst. Durch die Nähe zum Kind hat die Mutter die Sicherheit, dass sie sofort hört, wenn das Baby weint und kann dadurch viel ruhiger schlafen.

Birgt das Familienbett ein gesundheitliches Risiko für das Baby?

Viele Eltern befürchten, das Schlafen im elterlichen Bett könnte das Risiko, am plötzlichen Kindstod zu sterben, erhöhen. Experten und Kinderärzte haben diesen Verdacht jedoch widerlegt. Im Gegenteil sogar, denn das Familienbett kann das Risiko sogar reduzieren. Schlafen Mutter und Kind nebeneinander, dann stimmen sie unbewusst ihre Schlafposition aufeinander ab. Dadurch schlafen die Babys seltener in Bauchlage, was als Risikofaktor in Bezug auf den plötzlichen Kindstod gilt. Studien zeigten zudem, dass Mütter eine Art Schutzmechanismus entwickeln, wenn das Kind in ihrer Nähe schläft. So werden zum Beispiel Atemstillstände durch Berührungen im Schlaf verhindert und die Mutter reagiert unbewusst auf Veränderungen der Atmung.

  • Für Eltern, die rauchen, ist das Familienbett nicht zu empfehlen. Nicht nur das passive Rauchen ist schädlich für Kinder. Auch die Atemluft von Rauchern enthält gesundheitsgefährdende Schadstoffe. Ebenso setzen sich die Schadstoffe in der Kleidung, auf der Haut und in den Haaren von Rauchern nachweisbar ab. Durch die Nähe im Familienbett ist das Kind den Schadstoffen ausgesetzt, weshalb Raucher das Bett nicht mit dem Nachwuchs teilen sollten.

Die negativen Seiten des Co-Sleepings

Wer vor der Überlegung steht, ein Familienbett anzuschaffen, der darf auch die negativen Seiten nicht außer Acht lassen. Um das Risiko einer Überhitzung des Kindes zu reduzieren, müssen die Eltern auf dicke Decken verzichten, unter die das Baby in der Nacht rutschen könnte. Gerade in den Wintermonaten ist das für viele Eltern eine Umstellung und eine zusätzliche Schlafbekleidung ist notwendig, um in der Nacht nicht zu frieren.

So viele Vorteile die Nähe in der Nacht auch bietet, kann sie gleichzeitig auch zu einem Nachteil werden. Viele Kinder haben einen unruhigen Schlaf und bewegen sich sehr viel in der Nacht. Wer einen leichten Schlaf hat, der kann sich davon gestört fühlen. Allerdings können umgekehrt auch die Bewegungen der Eltern den Schlaf des Kindes stören. Die Folge ist im schlimmsten Falle eine schlechte Schlafqualität und daraus resultierend eine chronische Übermüdung.

Nicht zu vergessen ist natürlich auch die Zweisamkeit, die durchaus leidet, wenn das Bett jede Nacht mit dem Kind geteilt wird. Für viele Eltern ist das Bett ein Rückzugsort, um gemeinsame Zeit als Liebespaar zu verbringen. Diese Möglichkeit fällt in einem Familienbett weg und die Zweisamkeit als Paar bleibt auf der Strecke.

Familienbett: Das gilt es zu beachten

Damit das Familienbett für alle Familienmitglieder zu einem positiven Erlebnis wird, sollten Sie die folgenden Punkte beachten:

  • Das Bett sollte möglichst groß sein, um einen ruhigen Schlaf für Eltern und Kind zu ermöglichen
  • Das Baby sollte nicht zwischen den Eltern schlafen
  • Die Liegefläche sollte durchgehend sein, ohne Ritzen oder Abstände
  • Das Baby sollte auch im Familienbett in einem Schlafsack schlafen
  • Das Bett sollte mit einem Bettschutzgitter ausgestattet sein, das ein Herausfallen des Kindes verhindert
  • Schlafen ältere Kinder mit im Familienbett, dann sollten sie nicht neben dem Baby liegen

Die Anschaffung des Familienbetts

Wenn die Entscheidung für ein Familienbett gefallen ist, dann stellt sich häufig die Frage, wie das Vorhaben umgesetzt werden soll. Immerhin weisen herkömmliche Doppelbetten in der Regel nur eine Breite von 1,80 m auf. Für das gemeinsame Schlafen sollte das Familienbett jedoch wesentlich mehr Platz bieten, damit die Nähe zum Kind nicht zulasten des Schlafkomforts geht. Eine Option bieten hier Betten in Übergröße. Vor allem Boxspringbetten bieten sich als Familienbett an, da die Liegefläche hier dank des Toppers durchgehend ist und das Kind sicher liegt.

Ein Anbieter von Boxspringbetten in Übergröße ist zum Beispiel die Boxspring Welt. Das Unternehmen mit Sitz in Bielefeld bietet hochwertige Boxspringbetten mit einer Größe von 240 x 200 cm in verschiedenen Ausführungen an. Da die Betten individuell konfiguriert werden können, lassen sich Härtegrad, Bezugsstoff und weitere Betteigenschaften ganz nach Wunsch und Bedarf bestimmen.

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