Im Schlaf verarbeiten Babys die Reize vom Tage und bilden so neue Verbindungen im Gehirn, die ihnen bei ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung helfen. Eine gesunde und vor allem sichere Schlafumgebung ist deshalb vom ersten Tag an wichtig.

Das Thema sichere Schlafumgebung für Babys füllt ganze Bücher. Einen zentralen Bereich nimmt dabei der plötzliche Kindstod ein. Die Todesfälle im Säuglingsalter, die medizinisch auf den plötzlichen Kindstod zurückzuführen sind, gehen zwar Jahr für Jahr zurück, dennoch warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) noch immer vor dem Sudden Infant Death Syndrome (SIDS) und ruft Eltern unermüdlich dazu auf, auf eine gesunde und risikoarme Schlafumgebung für ihr Baby zu achten. Besonders im Alter von zwei bis vier Monaten ist das Risiko des plötzlichen Kindstodes statistisch gesehen besonders hoch. Grundsätzlich sind männliche Säuglinge häufiger betroffen als weibliche.

Eine optimal auf die Bedürfnisse von Säuglingen und Babys abgestimmte und risikoarme Schlafumgebung kann die Gefahr des plötzlichen Kindstodes deutlich verringern und gleichzeitig ruhige und erholsame Schlafphasen ermöglichen, die von Anfang an einen wertvollen Beitrag zur kindlichen Entwicklung liefern.

Das optimale Raumklima

Das Klima in der unmittelbaren Schlafumgebung des Babys hat großen Einfluss darauf, wie gut und sicher die Kleinen schlafen. Grundsätzlich sollten Eltern in jedem Raum der Wohnung auf das optimale Klima fürs Baby achten.

Die Temperatur in Babys Schlafumgebung sollte immer zwischen 16 und 18 Grad betragen. Eine gesunde Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 50 und 70 Prozent. Selbstverständlich dürfen Babys Tag und Nacht nur in einer absolut rauchfreien Umgebung schlafen.

Schwüle Nächte im Sommer und trockene Heizungsluft im Winter wirken sich negativ auf das Raumklima aus. Hier können Eltern mit Klimageräten und Luftbefeuchtern gegensteuern. Kommt eine Klimaanlage zum Einsatz, sollte diese aber niemals in unmittelbarer Nähe zum Baby aufgestellt werden. Ist es im Schlafzimmer des Babys unangenehm warm, sollte das Zimmer vor dem Schlafengehen so gut wie möglich heruntergekühlt werden. Schläft das Baby, bleibt die Klimaanlage in diesem Raum besser aus.

Ein sehr trockenes Raumklima kann durch das Aufhängen feuchter Tücher ausgeglichen werden. Auch Schalen mit Wasser auf der Heizung oder auf Fensterbänken erhöhen die Luftfeuchtigkeit ganz natürlich.

Babybett, Stubenwagen, Beistellbett oder Wiege: Hauptsache sicher

Babys sollten einen Schlafplatz haben, der auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist und höchsten Sicherheitsstandards entspricht. Hier entscheiden die Eltern, ob sie ihr Baby von Anfang an in ein Babybett legen möchten, oder in den ersten Wochen und Monaten noch auf einen Stubenwagen, eine Wiege oder Beistellbett zurückgreifen.

Wichtig ist, dass der Schlafplatz einen umfangreichen Rausfallschutz bietet und jederzeit eine gute Luftzirkulation gewährleistet ist. Babys sollten deshalb immer direkt auf der Matratze schlafen und nicht in ein Nestchen oder ein Stillkissen eingebettet werden. Damit das wichtige Gefühl von Geborgenheit aufkommt, sollte der Schlafplatz nicht zu groß sein. Babys lieben Abgrenzungen, weil sie ihnen Sicherheit bieten. Optimal ist eine Liegefläche von 140 x 70 cm. Die Matratze sollte höhenverstellbar sein und sich mit steigender Mobilität des Babys in mehreren Stufen absenken lassen. Reicht die Umrandung des Bettchens dem aufgerichteten Kind nur noch bis zu den Achselhöhlen, ist es dringend Zeit, eine Stufe nach unten zu wandern. Am sichersten schlafen Babys auf dem Rücken. So lässt sich verhindern, dass ihr Kopf im Schlaf in der Matratze versinkt.

 

Auf einen Betthimmel oder ein Nestchen sollten Eltern in den ersten Lebensmonaten verzichten. Sie beeinträchtigen die Luftzirkulation in der unmittelbaren Schlafumgebung des Babys. Auch Stofftiere und andere Kuschelutensilien haben in Babys Bett nichts zu suchen. Die Kleinen können mit dem Gesicht darin versinken und im schlimmsten Fall ersticken, weil sie motorisch noch nicht dazu in der Lage sind, sich aus dieser Position zu befreien.

Hohe Sicherheitsstandards und eine geringe Schadstoffbelastung sollten bei der Wahl der Schlafstätte Priorität haben. Für Babybetten gibt es spezielle Matratzen, die so beschaffen sind, dass die Kleinen im Liegen nicht mehr als ein bis zwei Zentimeter einsinken. Ein weiteres Plus ist ein verstärkter Randstreifen. Wenn kleine Entdecker damit beginnen, sich an den Gitterstäben des Bettchens in den Stand hochzuziehen, kann diese Verstärkung verhindern, dass die kleinen Füßchen einsinken und das Kind sich am Bettrand verletzt. Diese sollte auf jeden Fall so beschaffen sein, dass die Kleinen im Liegen nicht mehr als ein bis zwei Zentimeter einsinken.

Das Babyphone als Unterstützung für Eltern

Auch wenn Babys in den ersten Lebensmonaten am liebsten ganz nah bei Mama und Papa sind, brauchen sie auch Ruhephasen. Vor allem tagsüber kann es deshalb hilfreich sein, Babys in einen separaten Raum zum Schlafen zu legen. Damit die Kleinen jederzeit gut bewacht sind, entscheiden die meisten Eltern sich für ein Babyphone, das ihnen die Überwachen aus dem Nebenraum ermöglicht.

Im Handel gibt es unzählige Modelle. Sie reichen von einer einfachen akustischen Überwachung über Gegensprechfunktionen und Videoüberwachung bis hin zu Zusatzfunktionen wie Nachtlicht und Schlummermusik. Hier müssen Eltern für sich selbst entscheiden, welche Variante ihnen am ehesten entspricht.

Diese Leistungsmerkmale sollte ein Babyphone aber unbedingt erfüllen:

  • Störungs- und rauschfreie Übertragung
  • Eine möglichst hohe Reichweite
  • Eine hohe Akkuleistung
  • Einfache Handhabung

Viele Eltern schätzen heute auch die Zusatzfunktion von Babyphones mit Videokamera. So haben sie ihre Kleinen immer im Blick. Grundsätzlich gilt aber: Je komplexer die Technik, desto schwieriger ist oft die Handhabung und desto fehleranfälliger können einzelne Modelle sein. Bei der Wahl des passenden Babyphones empfiehlt es sich, in Bewertungen anderer Eltern zu stöbern und eine praktische Entscheidung zu treffen.

Die richtige Schlafbekleidung für Babys

Vor allem junge Eltern haben häufig Angst, dass es ihrem Baby zu kühl werden könnte. Dabei neigen Neugeborene und Babys eher dazu, zu überhitzen. Die optimale Schlafbekleidung sollte deshalb nicht zu dick sein. Lange Kleidung aus dünnem und atmungsaktivem Material, wie zum Beispiel hochwertige Baumwollgemische, ist ideal. Eine Mütze gehört nicht zur Schlafbekleidung des Babys. Falls die Kleinen überhitzen oder Fieber haben, geben sie die überschüssige Wärme zunächst über den Kopf ab.

Auf Bettwäsche sollte Eltern verzichten. Für ausreichende Wärme sorgt ein Schlafsack in der passenden Größe. Hier kommt es vor allem darauf an, dass Kopf und Arme des Babys nicht in den Schlafsack hineinrutschen können. Die Füßchen sollten ausreichend Bewegungsfreiheit haben. Ungefähr 10 bis 15 Zentimeter Platz sollten bis zum Ende des Schlafsackes vorhanden sein. Ein zu ausladender Schlafsack birgt die Gefahr, dass das Baby sich im Schlaf darin verwickeln könnte.

Im Schlafsack schläft das Baby und später auch das Kleinkind mindestens für die ersten 12 Lebensmonate bestens. Erst mit ungefähr einem Jahr darf ein flaches Kissen hinzukommen. Erst wenn die Kleinen selbst aus dem Bett krabbeln und herumlaufen, sollte der Schlafsack durch eine Bettdecke ausgetauscht werden, um die Gefahr des Stolperns zu umgehen.

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