Städtereise mit den Kindern, warum eigentlich nicht?

Diesmal geht’s nicht ans Meer oder in die Berge, warum? Weil Abwechslung nicht nur den Eltern sondern auch den Sprösslingen gut tut. Und weil und da sind wir uns alle einig, sie sich später genau an diese Reisen erinnern werden. Doch wohin mit dem Familien Tross?

Grundsätzlich sind dem Ziel keine Grenzen gesetzt, vorausgesetzt man kennt die Belastbarkeitsgrenzen des Partners ganz genau. Muss Papa oft geschäftlich nach Mailand, oder Mama oft nach Paris sollten diese Ziele vielleicht für die Familie zurückgestellt werden. Sicherlich werden Mama und Papa sich gut auskennen, aber können sie sich dann auch entspannen? Also zuerst einmal sollten die Eltern sich auf eine Metropole einigen und die Kinder in diese Auswahl nicht einbeziehen. Denn bei der Auswahl geht die Arbeit los.

Planung ist das A und O!

Die Städtereise soll zum einen allen Beteiligten Mehrwert bringen, trotzdem unterhalten und vor allem eins sein, stressfrei. Das heißt Papa und Mama müssen erst einmal ihre Hausaufgaben machen, bevor der Rest geplant werden kann. Die Frage soll also heißen: Was ist der kulturelle Auftrag einer Stadt, was sind die besonderen Highlights und vor allem wo gibt es auf Kleinkinder abgestimmte Touren? Diese Fragen gilt es vorrangig abzuarbeiten, bis man sich auf weitere Planungen einlässt. Wer sich im Internet greenrmiert wird schnell fündig. Einige Blogger haben sich auf Reisen mit Kindern spezialisiert.

Beispielsweise unter:

  • http://www.geckofootsteps.de/staedtereisen-mit-kind-9-reiseblogger-verraten-ihre-top-ziele/
  • https://www.clubfamily.de/staedtetrips-mit-familie
  • http://www.kidsaway.de/reiseziele-fuer-familien/staedtetrip-mit-kindern-eine-gute-idee/

Sind die Grundlagen geplant sollte man entscheiden ob wir fliegen, mit der Bahn oder dem Auto fahren. Im Allgemeinen sind Flugreisen in die interessanten Städte meist nicht teuer, wenn man sie außerhalb der Pendlerzeiten plant. Hier gilt: Die Mittagsstunden sind meist am billigsten.

Wie sag Ichs meinem Kinde?

Wenn einmal die Vorplanungen abgeschlossen sind, heißt es die Kinder einzustimmen. Natürlich kommt es hier generell auf das Alter der Kinder an. Alle Kids unter einem Jahr kann man vernachlässigen. Hier heißt es eine bequeme Kraxe, oder einen Tragerucksack einzupacken oder einen Allstraßentauglichen Kinderwagen. Für die größeren wird es etwas kniffliger. Meist gibt es auf das Alter der Kinder abgestimmt Lektüre zum Lesen, ausmalen oder basteln. Spielerisch sollte man die Reise gemeinsam erarbeiten. Das hebt die Vorfreude und bringt später wenn wir die Städtereise antreten, ein vertrautes Gefühl bei den Kindern.

Schließlich haben sie alles im Vorfeld schon einmal gesehen, gehört oder gemalt. Wie schön wenn man dann im Urlaub auch wirklich mit der Pferdekutsche vom Markusplatz in Rom für eine kleine Fahrt ausrücken kann. Oder wenn man mit dem im Vorfeld eingepackten Vogelfutter die vielen Tauben in Venedig wirklich füttern kann. Es gibt unzählige kleine und große Freuden die man auf seiner Städtetour erleben kann, die den Kindern, wirklich nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

On Tour – stets einen kühlen Kopf bewahren

Wenn die große Reise nun ansteht heißt es ich packe meinen Koffer…. und nehme als erstes Baldrian mit. Im Laufe der Reise werden die Nerven oft auf eine harte Probe gestellt werden. Aber eins sollte man von Anfang an mit einpacken. Geduld, Geduld, Geduld! Kein Urlaub startet perfekt. Oft lässt man zu Hause wichtige Urlaubstipps oder die Planungsunterlagen zurück und gerät sich noch auf dem Weg zum Flughafen das erste Mal in die Haare.

Seitdem die modernen Medien Einzug in unser Leben gehalten haben, benütze ich diese ungeniert wo ich nur kann. Das heißt für meine Urlaubsplanung. Alle wichtigen Dokumente werden von mir fotografiert. Sei es die Hotelbuchung, der Mietwagenvertrag oder die To do Liste am Urlaubsort. So habe ich alles, sollte mal etwas zu Hause liegen bleiben doch noch bei mir und gerate nicht in Panik.

Das Unerwartete ist der Reiz!

Wir haben alles geplant, alles ist perfekt und wir haben unsere Wunschstadt ohne große Blessuren erreicht. Ab jetzt gilt es dem unerwarteten Raum zu lassen. Jede noch so gute Organisation kann auch einschränken. Eventuell gibt es vor Ort eine Festivität die nicht in irgendeinem Reiseführer geschrieben stand. Jetzt sollte man spontan umplanen können und sich nicht zwanghaft an seine Marschtour halten. Mit Sicherheit wird man dies nämlich später bereuen.

Die Erfahrung hat gezeigt eine gute Vorbereitung ist alles, aber wie schön ist es wenn die Kinder vielleicht etwas müde durch einen anstrengenden und langen Vorabend einmal lange ausschlafen. Wie göttlich – wir setzen uns einfach schon einmal auf den Balkon oder bleiben einfach auch mal länger liegen. Gut geplant und mit viel Freiraum für Spontanität wird der Urlaub mit den Kindern einfach ein Genuss.

Bildnachweis-oben: Tim Gouw unsplash.com  (CC0 1.0)

Junoo.de

2018-09-10T09:47:40+00:00